Düsteres mit Leichtigkeit

Die vierzehn Tage sind schon wieder einmal herum und Paleica hat das Motto für den vierten Buchstaben des Alphabets herausgerückt: düster soll es sein. Ich habe da gleich die ein oder andere Idee für die Umsetzung, weiß aber nicht, ob ich in den nächsten Tagen dazu kommen werde. Da ich rein zufällig vor ein paar Tagen ein paar düstere Bilder mit meinem Handy fotografiert habe, erlaube ich mir, sie hier mal als ersten Wurf zu zeigen… Vielleicht kommt da noch eine neue Umsetzung des Themas hinterher, aber ich möchte mich gerade nicht unter Kreativdruck setzen.

Diese Art der Fotografie (darf man das eigentlich so nennen?) macht mir total Spaß. Es ist wieder eine ganz neue Art, die Dinge zu sehen und ich bin wieder einmal erstaunt, wie schnell sich das Auge zusammen mit dem Gehirn umstellt, wenn es gilt, Motive für die Technik zu finden. Ich bin sehr froh, dass mein inneres Spielkind immer wieder etwas auftreibt, was ihm Freude macht, es zum Staunen bringt und wo es sich ungebremst austoben kann.

 

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche!

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15 Gedanken zu “Düsteres mit Leichtigkeit

  1. es ist wirklich faszinierend, wie „neue“ techniken, die man für sich entdeckt, die kreativität ankurbeln. mir gehts grad so mit der spielerei mit dem analogen objektiv. schön düster sind sie alle, ich mag besonders den heulenden hund!

    1. Es ist die Gedenkstätte für ermordete Wiesbadener Juden am Michelsberg. Dort stand ehemals die Synagoge. Mir gefällt dieser Ort sehr und die Umsetzung, die alte Synagoge wieder durch eine umlaufende Mauer sichtbar zu machen ist gut gelungen. Mitten hindurch tobt das Leben.

  2. Wirklich unheimlich! Ich habe mich auch gefragt, was das erste Bild darstellt, hatte mir schon so was gedacht. Das ist leider, leider ziemlich düster!

    1. Leider gehört diese düstere Geschichte zu uns.

      Ich bin gern an solchen Orten. Ich bin froh, dass Adolfs Plan, diese Menschen so auszurotten, als hätte es sie nie gegeben, nicht aufgegangen ist. Ich bin dankbar, dass an vielen Orten ihre Namen sichtbar sind und so möglich ist, dass ihr Andenken gewürdigt werden kann. Dafür nehme ich mir gerne die Zeit… so wie ich auch bei jedem ‚Stolperstein‘ einen Moment innenhalte und der Menschen gedenke, die aus diesem Haus herausgezerrt und ermordet worden sind.

      Und ich bedauere, das meine Familie dazu beigetragen hat, dass diese Dinge geschehen konnten. Vielleicht nicht aktiv… aber sie haben auch nichts dagegen übernommen. In meinen Augen tragen sie so auch ein Stück Verantwortung. Ich übernehme es von meinen Groß- und Urgroßeltern gern, indem ich nach meinen Möglichkeiten dazu beitrage, dass unsere Welt heute anders ist. Friedvoller.

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